. .

Charakteristisch für die Graswurzelaktivitäten der SGI im Bereich Friedens- und Abrüstungsarbeit ist die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins auf Gemeindeebene. Dazu gehören Unterschriftensammlungen, Wanderausstellungen, Seminare und Publikationen. Die erste internationale Ausstellung „Kernwaffen: Eine Bedrohung für unsere Welt” wurde von der SGI gemeinsam mit der Presse- und Informationsabteilung der UN sowie den Städten Hiroshima und Nagasaki organisiert. Die Eröffnung fand 1982 am Hauptsitz der Vereinten Nationen statt. Die Ausstellung wurde von 1,2 Millionen Menschen in 25 Städten in 16 Ländern gesehen.

Mit der Ausstellung „Krieg und Frieden” versuchte die SGI zu zeigen, wie die Nuklearfrage mit anderen globalen Problemen, wie Armut und Klimawandel, verknüpft ist und die menschliche Sicherheit heute bedroht. Sie startete 1989 beim Sitz der Vereinten Nationen und wurde bis 1993 in 13 Städten in fünf Ländern gezeigt. Die Ausstellung „Kernwaffen: eine Bedrohung für die Menschheit” startete im Jahr 1996. Es handelt sich dabei um eine aktualisierte Version der Ausstellung „Kernwaffen: eine Bedrohung für unsere Welt”. Sie wurde von einer halben Million Menschen in acht lateinamerikanischen Ländern gesehen.

Die darauf folgende Ausstellung „Linus Pauling und das 20. Jahrhundert” porträtiert einen Menschen, der sein Leben der Abschaffung von Atomwaffen gewidmet hat, um durch sein Beispiel die Besucher der Ausstellung dafür zu begeistern, nach Frieden zu streben. Zwischen 1998 und 2003 wurde die Ausstellung von mehr als einer Million Menschen auf der ganzen Welt gesehen. 2003 wurde die Ausstellung im Hauptquartier der UNESCO in Paris und am Palais des Nations in Genf während Tagung des Vorbereitungskomitees zur Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT PrepCom) unter der Schirmherrschaft des Instituts der Vereinten Nationen für Abrüstungsforschung (UNIDIR) gezeigt.

Mit dem Ziel, das Bewusstsein für nukleare Abrüstung zu stärken, unterbreitete SGI-Präsident Daisaku Ikeda im August 2006 den Vereinten Nationen einen Vorschlag. Darin regte er an, eine Dekade zur Abschaffung von Atomwaffen auszurufen, die aktiv von der Zivilgesellschaft unterstützt würde. Im Einklang mit diesem Vorschlag entwickelte die SGI verschiedene Bildungsmittel, wie die aktuelle Ausstellung „Von einer Kultur der Gewalt zu einer Kultur des Friedens: Anders denken, anders leben“, Sammlungen von Anti-Kriegsessays und Filminterviews mit Überlebenden der Atombombenabwürfe in Japan.