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Menschen, die sich für Frieden einsetzen

INDIVIDUELLE UND ORGANISATORISCHE BEMÜHUNGEN FÜR DIE ABSCHAFFUNG VON NUKLEARWAFFEN

Als die USA im Jahr 1945 ihr geheimes Atomprojekt enthüllten und im August des selben Jahres Atombomben über Hiroshima und Nagasaki zündeten, wurde Protest laut. International anerkannte Wissenschaftler wie Albert Einstein und Linus Pauling erkannten, welche unglaubliche Macht hier entfesselt worden war. Sie unternahmen größte Anstrengungen, die Regierungen und die breite Öffentlichkeit über die furchtbare Gefahr zu informieren. Viele Menschen und Organisationen setzen sich seitdem unermüdlich für die Abschaffung von Nuklearwaffen ein.

„Wir wenden uns als Menschen an unsere Mitmenschen: Erinnert euch eures Menschseins und vergesst alles andere! Wenn ihr das vermögt, dann öffnet sich der Weg zu einem neuen Paradies. Könnt ihr es nicht, dann droht euch allen der Tod.“
—Russell-Einstein Manifest

1960

Dr. Linus Pauling während einer Anhörung des US-Senats, als er die Petition vorlegt, in der Wissenschaftler aus 50 Nationen das Verbot von Atomwaffentests fordern.

1955

Das Russell-Einstein-Manifest, verfasst von Bertrand Russell, Albert Einstein, Max Born, Joseph Rotblat, Linus Pauling und sechs weiteren bedeutenden Wissenschaftlern, warnt vor den Gefahren, die von Nuklearwaffen ausgehen.
Das Manifest fordert die Regierenden dazu auf, friedliche Mittel für die Schlichtung von Streitigkeiten zu finden.

1958

Der amerikanische Chemiker und Friedensaktivist Linus Pauling präsentiert den Vereinten Nationen eine von 9.255 Wissenschaftlern – einschließlich 37 Nobelpreisträgern – unterzeichnete Bittschrift, die ein internationales Abkommen zum Verbot von Nuklearwaffentests fordert.

1979

Dr. Helen Caldicott organisiert zusammen mit Experten ein Symposium zum Thema „Medizinische Folgen eines nuklearen Kriegs”, das sich an die breite Öffentlichkeit in den Großstädten der USA richtet.

1981

• Das „Greenham Common Women’s Peace Camp” entsteht als Protest gegen die Stationierung von Nuklearwaffen in der Nähe des Flugzeugstützpunkts der Royal Airforce in Greenham Common in Berkshire, England. Dieses Friedenscamp bleibt bis zum Jahr 2000 bestehen. Auf der ganzen Welt werden Friedenscamps in der Nähe von militärischen Anlagen eingerichtet.
• Die Atomwaffenstopp-Kampagne (Nuclear Weapons Freeze Campaign) wird mit der Zielsetzung gegründet, Druck auf Regierungen auszuüben, damit sie ein Ende des nuklearen Rüstungswettlaufs herbeiführen.

1985

Der Friedensnobelpreis wird der Organisation „International Physicians for the Prevention of Nuclear War” verliehen, die für die Abschaffung aller Nuklearwaffen eintritt.

1995

Die Einwohner von Hiroshima und Nagasaki rufen am 50. Jahrestag des Atombombenabwurfs zur sofortigen Ächtung und Vernichtung aller Nuklearwaffen auf. Mehr als 62 Millionen japanische Staatsbürger unterzeichnen diesen Aufruf.

2006

Vertreter des Siebten Weltgipfels von Friedensnobelpreisträgern in Rom (Italien) geben eine Erklärung zur nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung heraus.

2010

Zur Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NVV) legen Nichtregierungsorganisationen mehrere Petitionen für die Abschaffung von Atomwaffen und zur Verabschiedung einer Atomwaffenkonvention vor. Diese Petitionen wurden von Millionen von Menschen unterschrieben.